Geschäftsstraßenmanagement

Die Turmstraße ist das lebendige Zentrum Moabits. Diese Funktion erfüllt sie nicht alleine – die Geschäfte und Cafés in ruhigeren Seitenstraßen ergänzen die quirlige Haupteinkaufszone. Die Arminiusmarkthalle und ihr Umfeld bilden mit Rathaus und Heilandskirche einen Kern dessen, was Moabit ausmacht und die Straßenzüge von Alt-Moabit, Gotzkowskystraße und Beusselstraße ergänzen mit ihrem Ladenangebot den Einzelhandelsstandort Turmstraße.

Das Geschäftsstraßenmanagement (GSM) unterstützt die ansässigen Gewerbetreibenden, schafft Netzwerke und betreibt Marketing. Akteur_innen aus Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistung, dem Hotelgewerbe sowie der Kunst- und Kreativszene – sie alle beleben die Turmstraße und machen sie zu dem, was sie ist. Das GSM verbindet diese Akteur_innen im Zentrum Moabits.

Mit dem GSM ist seit 2011 das Büro für Stadt- und Regionalentwicklung die raumplaner beauftragt. In Partnerschaft mit der Prozesssteuerung, die u.a. die bauliche Erneuerung der Turmstraße organisiert, sind die raumplaner Ansprechpartner_innen in allen Fragen, die sich um Einzelhandel und die Standortgemeinschaft drehen. Dabei blicken sie auf eine breite Erfahrung im GSM zurück – neben der Turmstraße betreuen die raumplaner noch zwei weitere Berliner Zentren im GSM. Jedes dieser Zentren benötigt dabei eine ganz individuelle Strategie im Management – für die Turmstraße kümmern sich persönlich Georg Thieme, Johanna Oestereich, Anda Kasumaj, Tina Krüger und Sabine Slapa um die Anliegen der Gewerbetreibenden im Moabiter Zentrum.

Die Hauptziele des GSMs sind gemeinsam mit lokalen Akteur_innen die Turmstraße als Zentrum von Moabit in seiner Lebendigkeit zu stärken, die Branchenvielfalt weiterzuentwickeln sowie eine tragfähige Organisationsstruktur vor Ort aufzubauen, welche die vorhandenen Akteur_innen und ihre Interessen vertritt. Eine solche Standortgemeinschaft ist der Schlüssel zum Erfolg der Turmstraße. Hierbei ist besonders der Aspekt der Gemeinschaft zuvorderst zu stellen: Nur als zusammengehörige Gruppe ist es möglich, die Turmstraße attraktiv und wahrnehmbar zu prägen und sie gegenüber Herausforderungen durch Online-Handel, Einkaufszentren und andere Standorten zu stärken.

Dabei verfolgt das GSM unterschiedliche Aufgaben:

Akteur_innen vernetzen
Die TIM – Turmstraßen-Initiative Moabit  ist diese Standortgemeinschaft für die Turmstraße. Aktive, die sich für die Turmstraße einsetzen, finden sich zusammen und werden in ihrer Struktur vom GSM unterstützt und gefördert. Das monatlich stattfindende TIM-Frühstück  bildet ein Plenum, auf dem nächste Schritte und neue Projekte besprochen werden. Durch das GSM werden aktiv weitere Gewerbetreibende eingebunden.

Projekte umsetzen – Marketing und Öffentlichkeitsarbeit betreiben
Gemeinsam mit der TIM entwickelt das GSM Projekte  zur Attraktivitätssteigerung der Geschäftsstraße und setzt diese um. All diese Maßnahmen werden dabei grundsätzlich als Möglichkeiten der Außendarstellung und Profilierung des Stadtteilzentrums Turmstraße genutzt. Dies gilt insbesondere für große Veranstaltungen wie das Moabiter Kiezfest  aber auch für thematische Veranstaltungen und Entwicklungen im Gebiet.

Projekte fördern –Gebietsfonds
Darüber hinaus werden auch investive Projekte der Gewerbetreibenden selbst gefördert. Im Rahmen des Gebietsfonds  können jährlich zur Verfügung stehende Fördermittel beantragt werden, die lokale Gewerbetreibende unterstützen und gleichzeitig den Kiez sichtbar attraktiver machen. Über die Vergabe entscheidet eine Jury aus lokalen Akteur_innen.

Entwicklungen analysieren und strukturieren
Die Projektarbeit ordnet sich dabei in Strategien und Konzepte ein, die das GSM auf Basis umfangreicher regelmäßig fortgeschriebener Analysen der vorhandenen Strukturen erarbeitet. Dazu gehören u.a. die Entwicklung der Verkaufsflächen, des Branchenmixes und der Leerstandsituation.

Handlungsleitende Konzepte entwickeln
Wichtige strategische Grundlage ist das Zentrumskonzept (2013). Vom Bezirksamt Mitte beschlossen, beinhaltet es neben der Darstellung von Analysedaten abgeleitete Ziele und Maßnahmen für die Weiterentwicklung der Geschäftsstraße. Diese wurden gemeinsam mit lokalen Akteur_innen im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen sowie mittels eigens entwickelter Beteiligungsinstrumente wie dem Mitmachbuch erarbeitet.